Schnurrhaare - für was?
Warum haben Katzen eigentlich Schnurrhaare?
Die Schnurrhaare einer Katze sind ein bemerkenswertes Detail ihres Gesichts und verleihen ihr erst das charakteristische Aussehen. Gerade oder leicht gelockt, relativ kurz oder ziemlich lang – die Natur zeigt sich auch hier sehr vielfältig. In der Fachsprache nennt man sie Vibrissen und diese einigermaßen steifen, langen Haare besitzen eine spezielle Wurzel, den sogenannten Haarbalg, der eine Reihe sehr wichtiger Aufgaben erfüllt damit die Katze mit ihrer Umwelt interagieren kann.
1. Tastsinn
Die wohl wichtigste Funktion der Schnurrhaare einer Katze ist der Tastsinn. Viele Sinneszellen umgeben die Follikel, aus denen diese Haare wachsen. Ähnlich wie beim Menschen die Fingerspitzen Signale an das Gehirn senden, übermitteln diese Zellen ebenso berührungssensitive Informationen an das Katzengehirn.
Durch kleinste Vibrationen im Schnurrhaar stimuliert, sorgen diese Sinneszellen dafür, dass Katzen bei ihren Streifzügen nicht nur feste Gegenstände, sondern sogar Luftströmungen in ihrer Nähe erkennen können. Selbst Druckveränderungen durch Gegenstände an denen sie, ohne sie zu berühren vorbeistreifen, bleiben ihnen nicht verborgen.
Da Katzen meist weitsichtig sind, hilft ihnen diese Fähigkeit dabei, ihre Umwelt, besonderes im Dunkeln besser einschätzen zu können. Sie schützen sich dadurch vor Verletzungen der Augen und des Gesichts durch Äste oder Insekten. Auch wenn sie nachts jagen, nehmen sie die Bewegungen ihrer Beutetiere über feinste Luftwirbel besser wahr oder können besser beurteilen, ob sie durch kleine Räume passen.
2. Kommunikation und Stimmungsbarometer
Wer seine Katze aufmerksam beobachtet, wird bemerken, dass die Schnurrhaare an der Kommunikation mit dem Menschen und mit anderen Katzen beteiligt sind. Winzige Muskeln am Haaransatz ermöglichen es beispielsweise einer gestressten Katze, ihre Schnurrhaare in Richtung etwaiger Bedrohungen zu stellen. Wenn sie sich nicht wohlfühlt, werden die Haare auch angelegt – und bei Zufriedenheit zur Seite gestellt. Wenn die Katze aufmerksam angespannt ist, fächern sich die Haare stark nach vorn.
3. Orientierungssinn im dreidimensionalen Raum
Einige Zellen des Schnurrhaarfolikels verfügen über etwas, das man propriozeptive Fähigkeiten nennt. Das ist die Kunst zu erkennen in welcher Art und Weise, die Schwerkraft an den Haaren zieht. Dadurch weiß eine Katze, wie sie sich im Verhältnis zum Boden orientieren muss. Schließlich will Sie ja immer mit den Füssen zuerst auf dem Boden landen.
Aber, wie viele dieser Schnurrhaare besitzen Katzen eigentlich?
Bei manchen Katzen zwar schwer zu erkennen, sind die Schnurrhaare generell sehr gleichmäßig verteilt und wachsen nur an speziellen Stellen. Die prägnanten Oberlippenhaare sind in Reihen mit jeweils 4 bis 5 Stück angeordnet: Die Kürzeren immer vorne und die Längeren immer hinten.
Über jeder Oberlippe haben fast alle Katzen um die 12 Schnurrhaare, jeweils 3 über den Augen und ein paar Kurze am Kinn. Bei genauer Betrachtung können Sie bei den meisten Katzen auch ein paar Schnurrhaare auf der Rückseite ihrer Handgelenke erkennen. Klar ist: Diese Zugabe der Natur ist eine Hilfe beim Klettern! Zählt man alle Vibrissen zusammen – von der Nase über das Kinn, die Augen, die Wangen bis zu den Vorderpfoten kann eine Katze insgesamt bis zu ca. 160 Schnurrhaare haben.
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