Trinkverhalten
Das Trinkverhalten von Katzen
Katzen sind Individualisten. Jeder von uns, der mit einer oder mehreren Fellnasen zusammenlebt, wird das bestätigen können. Auch in ihrem Trinkverhalten unterscheiden sie sich sehr voneinander. So sind eben einige gute Trinker, viele leider aber auch nicht.
Die einen mögen lieber abgestandenes als frisches Wasser, andere wiederum bevorzugen fließendes Wasser oder das aus dem Wasserhahn tropfende Nass. Selbst für Wasser aus einer Pfütze oder gar der Toilette sind sie sich nicht zu schade. Was viele Samtpfoten nicht so gerne trinken, ist Wasser, das direkt neben der Katzentoilette steht. Außer, es besteht keine andere Möglichkeit. In der Wildnis wird das Geschäft – egal ob groß oder klein – schon gar nicht neben der Wasser- oder der Futterstelle verrichtet.
Gar nicht so erstaunlich ist: Von nicht wenigen unserer beliebtesten Haustiere wird Regenwasser bevorzugt – womit man ihnen eine besondere Freude machen kann.
Katzen lieben es außerdem, wenn sie zwischen mehreren Trinkmöglichkeiten wählen können. So haben sie einen Anlass, ihr Revier zu kontrollieren.
Die meisten dieser Vorlieben und Eigenheiten gehen auf die Vorfahren der heutigen Katzen zurück – der afrikanischen Falbkatze.
Doch leider trinken die meisten Katzen zu wenig. Sie haben, im Gegensatz zu Menschen und Hunden, kein ausgeprägtes Durstgefühl. In ihrer afrikanischen Heimat versorgten sich die Falbkatzen nämlich weitgehend über das Blut der Beutetiere mit Flüssigkeit. Die Evolution hat dieses Verhalten an die heutige Katze weitergegeben.
Ein konstanter Wassermangel kann jedoch zu Erkrankungen der Harnwege und Nieren wie z.B. Harngrieß, Harnsteine oder chronischer Niereninsuffizienz (CNI) führen. Es ist deshalb sehr wichtig, der Katze das Trinken schmackhaft zu machen, logischerweise ganz besonders im Sommer.
Der Flüssigkeitsbedarf bei einer ausgewachsenen Katze liegt ungefähr bei 50 bis 70 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Sie müsste also bei einem durchschnittlichen Gewicht von 4,5 kg täglich etwa 270 ml Wasser trinken. Dies wird natürlich von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise dem Aktivitätslevel beeinflusst.
Wenn Sie Nassfutter anbieten, machen Sie sich keine Sorgen. Denn dann deckt Ihre Katze zumindest den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung ab – das Blut der Beute fehlt natürlich trotzdem noch. Nassfutter beinhaltet einen durchschnittlichen Anteil an Flüssigkeit von 50%, d.h. Ihr Stubentiger muss nicht mehr allzu viel zusätzlich trinken. Bei Trockenfutter sieht die Sache anders aus. Denn hier liegt der Anteil an Flüssigkeit lediglich bei 10%. Darum müssen Miezen, die Trockenfutter erhalten, deutlich mehr zusätzliche Flüssigkeit zu sich nehmen.
Das (Fr)essverhalten von Katzen
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